Andernorts hängt die Kunst an der Wand und schweigt. Bei uns tobt sie Wände hinauf, schwebt über Ihrem Bett, zieht sich gegen den Uhrzeigersinn auf. Im Lasserhaus ist die Kunst kein Schmuck, sondern eine stetige Bewohnerin. Sie spricht in fünf zeitgenössischen Stimmen und ist stets im Zwiegespräch mit über hundert klassischen Werken aus vier Jahrhunderten. Nur zu. Werden Sie Teil dieser Konversation!
Die Gegenwart hat das Wort
Fünf Kunstschaffende haben sich in das Haus eingeschrieben, jede und jeder an einem eigenen Ort. Ingrid Hora lässt eine Sprossenwand bis zur Deckenwölbung wachsen; Esther Stocker hängt ein kleines Universum unter ein Gewölbe. Peter Kogler verwandelt den Weinkeller in ein psychedelisches Mustergespinst, und Alexander Wierer macht aus dem Treppengeländer eine Spieluhr der Zeit. Petra Polli schließlich schreibt mit Neon „Expect the best“ über die Espressomaschine.
Und die Vergangenheit antwortet
Im Mäzenatensaal, der kleinen Bibliothek im Erdgeschoss, empfängt Sie Rosina Thurner mit Blicken aus dem 17. Jahrhundert — gemalt von Stephan Kessler, gehängt zwischen den Porträts früherer Hausherrschaften. Ein paar Schritte weiter fügen sich die Landschaften von Lesley de Vries zu einem einzigen Panorama. So spricht im Lasserhaus jede Epoche mit der nächsten — und Sie sitzen mittendrin und staunen.






